Was ist eine Kryptowährung? - ROCKETCRYPTO

Als eine Kryptowährung wird eine digitale Währung bezeichnet, die über die Blockchain läuft. Kryptowährungen ermöglichen einen digitalen Zahlungsverkehr ohne eine zentrale Institution – wie beispielsweise eine Bank – zu besitzen. Jede Kryptowährung besitzt einen sogenannten „kryptologischen Schlüssel“, der auch als „private key“ bezeichnet wird. Dieser Private Key spiegelt den Besitzer der jeweiligen Währung und das dazugehörige Guthaben in einem sogenannten Wallet – einer Art „Bankkonto“ – wieder. Dies funktioniert aufgrund der gemeinschaftlichen Blockchain-Technologie, die jede Transaktion exakt signiert und in einem Protokoll festhält. Wer den Private Key besitzt, ist automatisch Eigentümer des jeweiligen Coins wie zum Beispiel Bitcoin. Man sollte niemals einer anderen Person Zugriff auf den eigenen Private Key gewähren, da sie dadurch Zugriff auf die eigenen Bitcoins erhält, sie jederzeit wiederherstellen und somit über sie verfügen kann.

 

Funktionsweise von Kryptowährungen

In der Regel ist jeder neue Coin von Beginn an auf eine festgelegte Anzahl beschränkt. Zum Beispiel ist Bitcoin auf 21 Millionen Coins begrenzt. Die Menge der Coins darf nicht ungeregelt zunehmen, um eine gleichbleibende Summe an Eingängen und Ausgängen gewährleisten zu können.

Kryptowährungen sind „deflationäre Währungen“. Sie werden nicht, wie herkömmliche Fiat-Währungen, also Papiergeld, von Zentralen Institutionen gedruckt, die dadurch deren den Preis bestimmen, Kryptowährungen sind also dezentral. Trotz dessen existieren diverse Kryptowährungen wie beispielsweise Ripple, die von einer Zentralen Institution geführt werden und somit reguliert sind. In dem Ripple Beispiel behält der Inhaber circa 80% der verfügbaren Coins zur Marktmanipulation ein. Kryptowährungen besitzen keinen inhärenten Wert außer dem Gebrauchswert der dadurch entsteht, dass zwei Handelspartner, der Zahler und der Bezieher, sich den Nutzungsmöglichkeiten bewusst werden und die Währung akzeptieren. Eine Währung mit einem intrinsischen Wert kann nur funktionieren, wenn ein bestimmtes Maß an Vertrauen bei den an den Transaktionen Beteiligten gegeben ist. Kryptische Währungen funktionieren dadurch, dass die an Transaktion teilnehmenden Server sich gegenseitig mit Hilfe der Blockchain kontrollieren. Korrekturen am System können nur durch die Zustimmung der Mehrheit der Server vorgenommen werden. Im Vergleich dazu setzen Zentralbanken hingegen den Wert ihrer Währung unabhängig vom Vertrauen der Bevölkerung durch Zwang und Staatsgewalt durch.

 

Alle Teilnehmer in der Kryptographie kommunizieren über ein Peer-to-Peer-Netzwerk. In einem Peer-to-Peer-Netzwerk sind alle Computer gleichberechtigt und können sowohl verschiedene Dienste, wie die Durchführung von Kalkulationen, in Anspruch nehmen, als auch diverse Dienste zur Verfügung stellen. Alle dem Peer-to-Peer-Netzwerk angehörigen Computer werden in verschiedene Gruppierungen eingeteilt, die jeweils spezifische Aufgaben verrichten.

 

Öffentliche Buchhaltung

Sämtliche Kryptowährungen besitzen aufgrund der Blockchain eine öffentliche Buchhaltung, bei der alle Transaktionen öffentlich verzeichnet werden. Im Beispiel Bitcoin kann man diese Buchhaltung auf www.blockchain.info/unconfirmed-transactions verfolgen. Dadurch hat jeder Teilnehmer einen ungehinderten Zugriff auf sämtliche Transaktionen. Dieses System besteht seit der Einführung kryptischer Währungen. Der Vorteil besteht darin, dass es keine Bank und somit auch kein Bankgeheimnis gibt. Allerdings gibt es ohne Bank auch keine Instanz, die einen Teilnehmer überhaupt als Person registriert. Durch dieses offene Netzwerk können alle am Zahlungsverkehr mit Kryptowährungen teilnehmen.

 

Erste Kryptowährungen

Bisher gibt es auf der Welt ca. 1630 verschiedene Kryptowährungen mit einer Marktkapitalisierung von über 330Mrd Dollar (Stand: Juni 2018). Die erste Kryptowährung „Bitcoin“ wurde im Jahre 2009 von dem Pseudonym Satoshi Nakamoto hervorgebracht. Es ist unbekannt, wer diese Person ist. Um seine Identität ranken sich viele Mythen, diese beschreiben beispielsweise eine Hackergruppe hinter dem Pseudonym und gehen bis hin zu der CIA, von welcher vermutet wird, sie könnten dadurch Daten ausspähen.

Heutzutage wird Bitcoin als „Mutter“ aller Kryptowährungen bezeichnet. Bitcoin bekam erstmals im Jahre 2010 einen Wert, als jemand für eine Pizza 10.000 Bitcoins zahlte. Zum aktuellen Kurs von 7.500 Euro pro Bitcoin wäre diese Pizza circa 750 Mio Euro wert. Der erste Börsenwert von Bitcoin betrug circa 0,08 USD, dies wäre im Vergleich zum heutigen Wert eine prozentuale Steigerung von circa 125.000%. Kontinuierlich beginnen mehr große Firmen in Bitcoin zu vertrauen und manche Staaten, wie zum Beispiel Venezuela bringen ihre eigenen Kryptowährungen raus, da immer mehr Menschen den Vorteil in Kryptowährungen im Vergleich zu herkömmlichen Währungen sehen.

 

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