Coinbase erhält als erstes Unternehmen ATM-Lizenz für New York - ROCKETCRYPTO

Coinbase erhält als erstes Unternehmen ATM-Lizenz für New York

Anders als in Deutschland sind Geldautomaten und die mit ihnen einhergehenden Regulationen in den USA Angelegenheit der jeweiligen Bundesstaaten. So werden auch die Bitcoin-Geldautomaten gehandelt. Was hierzulande noch unglaublich klingt, ist in einigen Staaten der USA bereits nichts besonderes mehr. Coinsource, eine Firma für Bitcoin-Geldautomaten, erhielt nur als erste Firma im strengen New York eine Lizenz für das Betreiben von Krypto-Geldautomaten. Ein großer Erfolg für die Regulation der Kryptobranche.

Strenges New York

Der Bundesstaat an der Atlantikküste, New York, gilt als ein sehr fordernder Staat in Bezug auf Lizenzvergaben. Insbesondere die Erwartungen für Unternehmen aus dem Krypto- beziehungweise Bitcoinsektor, die für New York lizensiert werden wollen, sind exorbitant hoch. Die „BitLicence“, welche vom „New York State Department of Financial Services“ vergeben wird, kulminiert all diese Erwartungen unter sich. Die Homepage der DFS stellt dabei definitiv klar, dass „keine Person […] ohne eine vom Inspektor erhaltene Lizenz […] eine Geschäftstätigkeit im Bereich der virtuellen Währungen ausüben“ dürfe.

Um nun in irgendeiner Art und Weise in New York tätig zu werden, benötigt man also nur diese Lizenz, was einfacher klingt als es ist. Durch hohe Kosten von mindestens 100 000 US-Dollar und weiteren, vorwiegend bürokratische Hürden wird die Lizensierung erschwert. Durch diesen sehr erschwerten entschieden sich bereits viele Firmen dazu, auf das Geschäft in New York zu verzichten, anstatt den langwierigen Weg der Lizensierung auf sich zu nehmen. Ein Beispiel für eine solche Firma wäre unter anderem IDEX.

Lizensierung von Coinsource

Die DFS gab also, wie zuvor bereits erläutert, der ersten Bitcoin-ATM-Firma – ATM bedeutet lediglich Geldautomat – die Lizensierung zum Handel. Bekannt wurde dies am 01. November diesen Jahres durch eine Pressemitteilung des Departements. Symbolisch ist diese Erlaubnisgabe als ein großer Schritt in Richtung von Regulierung des sich stetig wandelnden und weiterentwickelnden Finanzsektors zu betrachten. So beschrieb zumindest die Chefinspekteurin der Regulierungsbehörde Maria Vulla den Umstand.

Sie sagte weiter: „Der New Yorker Finanzdienstleistungsmarkt floriert mit Unternehmen, die sich zur Einhaltung der Vorschriften der DFS verpflichten, die die Sicherheit von Transaktionen, den Schutz der Branche und den Schutz der Verbraucher gewährleisten,“

Ähnlich dazu sagte Sheffield Clark, der Coinbase CEO, in einer Pressemitteilung: „Coinsource ist das erste und einzige Unternehmen, das BTM [Bitcoin Teller Machines] betreibt, das eine virtuelle New Yorker Währungslizenz erhält. Alle New Yorker – von den Leuten, die keine Bank haben, bis hin zu den Leuten, denen die Banken gehören – können unsere Automaten in ihren benachbarten Einzelhandelsgeschäften nutzen, um Bitcoin sofort auf bequeme und vertraute Weise zu kaufen. Jetzt, da Coinsource Lizenznehmer ist, können unsere Kunden mit dem Vertrauen kaufen und verkaufen, dass Coinsource die hohen Standards des New York Department of Financial Services erfüllt und übertrifft.“

Wehmutstropfen

Neben dieser sehr freudigen Nachricht gibt es jedoch eine kleine Nebensache, die man im Hinterkopf behalten sollte. Die Lizenz an Coinbase wurde vergeben, jedoch nur unter Vorbehalt eines möglichen Einzuges, sollten sie den regulatorischen Ansprüchen nicht mehr gerecht werden. Insbesondere die Richtlinie, die zur Bekämpfung von Marktmanipulation und weiterer illegaler Aktivitäten dient, könnte ein Konfliktpunkt sein.

 Bis zum jetzigen Zeitpunkt betreibt Coinsource in New York 40 Bitcoin-Geldautomaten. Dort ist es möglich, Fiatwährung – Bargeld – in Kryptowährung – Bitcoin – zu wechseln. Nun auch mit Lizenz.

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