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Was ist eine Blockchain?

Eine Blockchain – zu Deutsch: Blockkette – ist eine Art digitales Kontenbuch, ein sogenannter „Ledger“, dessen Datenstruktur es ermöglicht, Daten zu erstellen und diese über ein Netzwerk unabhängiger Parteien zu teilen. Dabei handelt es sich um kontinuierlich erweiterbare Listen von Datensätzen, die sogenannten „Blöcke“, die mittels kryptographischer Verfahren miteinander verkettet sind.

 

Arten von Blockchains

Bei einer öffentliche Blockchain, die beispielsweise hinter der Technologie des Bitcoins steckt,  handelt es sich um groß verteilte Netzwerke, die mit ihrem eigenen Token arbeiten und für alle Benutzer geöffnet sind. Sie verwenden einen „open source code“, also eine Software, die von jeder Person eingesehen und genutzt werden kann.

 

Sogenannte Permissioned Blockchains stellen eine zweite Variante von Blockchains dar. Diese werden beispielsweise bei Ripple angewandt und unterscheiden sich von den öffentlichen Blockchains insofern, dass die Teilnehmer innerhalb des Netzwerks einzelne Rollen zugeschrieben bekommen und gesteuert werden. Ansonsten handelt es sich ebenfalls um große Systeme, die zumeist – jedoch nicht immer – über einen open-source code laufen und einen Token verwenden.

 

Die sogenannte private Blockchain ist die dritte und letzte Variante, die sich hauptsächlich darin von den anderen beiden Formen unterscheidet, dass sie kleiner ist und keinen Token verwendet. Sie sind nicht öffentlich, weswegen die Mitglieder streng kontrolliert werden und vertrauliche Informationen weitergegeben werden können.

 

Kryptographie

Alle drei Blockchainvarianten teilen jedoch den Fakt, dass die Kryptographie wichtig ist, um das Kontobuch sicher zu verwalten ohne eine zentrale Autorität hinzuzuziehen, die ihre Regeln durchsetzt. Außerdem zeichnen sie alle die Bewegungen ihrer Kryptowährung, beziehungsweise ihres Tokens auf.

Es handelt sich um ein Peer-to-Peer-Netzwerk. Alle dem Peer-to-Peer-Netzwerk angehörigen Computer werden in verschiedene Gruppierungen eingeteilt, die jeweils spezifische Aufgaben verrichten. Daraus ergibt sich nicht nur die Möglichkeit eine zentrale Kontrolle wegfallen zu lassen, es kann auch die Datenintegrität bewahrt werden.

Die Server befinden sich zwar an verschiedenen Orten, beinhalten jedoch allesamt die gleichen Informationen und bilden gemeinsam ein großes Netzwerk.

Blockchains ermöglichen es, wichtige, analog abgesicherte Daten auch digital zu speichern ohne das Risiko, dass diese entwendet oder verändert werden. Diese ermöglichen somit erstmals ein Vertrauen in digitale Daten und werden deshalb auch als „fünfte Evolution“ der Programmiersprache betrachtet.

 

Aufbau

Eine Blockchain besteht letztlich aus drei Kernkompetenzen: den Blocks, den Ketten – also „Chains“, die die Blöcke miteinander verknüpfen – und dem Netzwerk.

Eine bestimmte Anzahl an Transaktionen, die über einen bestimmten Zeitraum im „Datenbuch“ aufgezeichnet und gespeichert werden, ergeben einen sogenannten Block. Diese Blöcke werden dann in der „Chain“ miteinander „verkettet“.

Bei der dritten Komponente der Blockchain, dem sogenannten Netzwerk, handelt es sich um Knotenpunkte in dem Blockchainnetzwerk, die allesamt eine vollständige Aufzeichnung aller jemals in dieser Blockchain aufgeführten Transaktionen beinhalten. Diese Knotenpunkte, beziehungsweise Server können dabei von jedem und weltweit betrieben werden.  

Aufgrund dessen, dass der Betrieb der Knotenpunkte zeitaufwendig und teuer ist, werden die Betriebe durch Kryptowährungen in diesem Algorithmus für ihre Dienste entlohnt. Diese Entlohnung stellt gleichzeitig auch den Anreiz für die Betriebe dar.

Die Blockchain-Technologie wird nicht nur im Finanzbereich verwendet, sondern ist aufgrund ihrer Vielfältigkeit, indem sie Daten innerhalb von Sekunden speichern und transferieren kann, auch in übergreifenden Branchen vertreten. Angewandt wird die Blockchain mittlerweile zum Beispiel auch bei Regierungswahlen, in der Autoindustrie oder in der Luftfahrt. Zwar wirkt die Blockchain im Detail betrachtet kompliziert, das grundsätzliche Prinzip dahinter ist in der Realität jedoch wesentlich zugänglicher.

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